
Genf entdeckt man vom Wasser aus. Über der Bucht kreisen Möwen um die Raddampfer, die Quais ziehen sich unter den Platanen hin und bei klarem Wetter zeichnet sich der Mont Blanc über den Dächern ab. In der Mitte steigt eine weiße Fontäne zum Himmel.
IDer Jet d'eau, ein Ventil, das zum Symbol wurde
Der Jet d'eau entstand aus einem technischen Problem. 1886 musste das Wasserkraftwerk der Coulouvrenière den Überdruck seines Netzes ablassen: Man ließ das Wasser in die Höhe schießen. Die Fontäne gefiel so sehr, dass man sie 1891 in die Bucht versetzte. Die heutige stammt von 1951 und steigt 140 Meter hoch.
Ihn haben wir in die Mitte unseres Genfer Stadtplans gesetzt, zwischen Brücken und Quais, wie das schlagende Herz der Karte.

IIEine Stadt der Präzision
Genf ist eine der Hauptstädte der Uhrmacherei. Seit 1886 zeichnet die Genfer Punze Uhren aus, deren Werk nach strengen Kriterien im Kanton montiert und reguliert wird. Diese Kultur der Präzision prägt die Stadt, ihre Werkstätten wie ihre Straßen.
In der Altstadt führen gepflasterte Gassen zur Kathedrale Saint-Pierre hinauf. Von ihren Türmen aus liest sich die ganze Stadt wie eine Karte: die Bucht, der Genfersee, der Jura auf der einen, die Alpen auf der anderen Seite.

IIIDer See zu jeder Jahreszeit
Der Genfersee gehört zu den größten Seen Westeuropas. In den Bains des Pâquis baden die Genfer sogar im Winter, bevor sie auf dem Steg ein Fondue teilen. Ein sehr genferisches Bild: schlicht, elegant, ein wenig unerwartet.
Unser Carré Genève greift die alten Stadtpläne auf, mit ihren einzeln gezeichneten Straßen und ihrem Olivenkranz. Man kann es lesen, wie man spazieren geht: vom Jet d'eau aus, und dann sich verlieren.
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