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Amalfiküste, Kampanien · 3 Min. Lesezeit

Die Amalfiküste, Stufe um Stufe

An der Amalfiküste geht man nie auf ebener Erde. Die Dörfer klammern sich an die Felswand, die Häuser stapeln sich in Weiß, Rosa und Ocker, und alles ist durch Treppen verbunden. Im Sommer quellen die Bougainvilleen über die Mauern und das Meer unten wechselt zu jeder Stunde sein Blau.

IEine alte Seerepublik

Im Mittelalter war Amalfi eine der großen italienischen Seerepubliken, neben Pisa, Genua und Venedig. Der Dom bewahrt die Spur davon: Man steigt über eine breite Treppe hinauf, und seine Bronzetüren wurden im 11. Jahrhundert in Konstantinopel gegossen. Seine farbige Fassade, im 19. Jahrhundert erneuert, glänzt in der Sonne wie ein Mosaik.

Die ganze Küste gehört seit 1997 zum UNESCO-Welterbe, wegen ihrer Terrassenlandschaften, ihrer Dörfer und ihrer Geschichte.

IIRavello, der hängende Garten

Oberhalb von Amalfi thront Ravello mehrere hundert Meter über dem Meer. 1880 besuchte Richard Wagner die Gärten der Villa Rufolo und soll dort das Bild für Klingsors Zaubergarten im Parsifal gefunden haben. Ein Musikfestival lässt dort noch heute Konzerte über dem Abgrund spielen.

Weiter oben öffnet sich die von Marmorbüsten gesäumte Terrasse der Villa Cimbrone auf einen so weiten Horizont, dass man sie die Terrasse der Unendlichkeit nennt.

IIIZitronen und Keramik

Auf den Terrassen wachsen die Zitronen der Küste, die Sfusati, lang und duftend, im Winter unter Pergolen aus Kastanienholz geschützt. Sie geben den Limoncello und der ganzen Landschaft ein gelbes Licht.

In Vietri sul Mare, am Eingang der Küste, bemalen die Majolika-Werkstätten seit Jahrhunderten Fliesen in kräftigen Farben. Unsere Carrés Escalier aux bougainvilliers und Soleil et citrons verdanken ihnen viel: ausgetretene Stufen, eine goldene Sonne, Bänder in Koralle und Blau.

Die hier entstandenen Carrés
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